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Jazz

Keep swinging and take care

Mitte der Sechzigerjahre hatte ich die Schlager, die landauf, landab im Radio gespielt wurden, satt. Heulbojen einerseits, Schnulzensänger anderseits – es musste doch auch noch etwas Anderes geben?Es galt für mich auszuloten, ob mir Klassik oder Jazz mehr behagen würde. Nach monatelangem „Probehören“ mit vielen ausgeborgten Schallplatten war der Jazz haushoher Punktesieger!Was aber nicht zur Einbahnstraße werden sollte (und auch nicht wurde): Klassische Musik hat auch ihre wunderschönen Seiten und auch die Popmusik (etwa die Beatles, die Stones usw.) sollte nie zu kurz kommen.Aber der Jazz wurde und blieb meins. Ich kämpfte mich durch, beginnend beim Dixieland, über New Orleans-Jazz, Swing, Bebop, Cool und natürlich alles was danach kam.

Konzerte, vorzugweise in Jazzkellern oder bei Festivals (Wiesen!) waren an der Tageordnung. Ich habe dabei auch viel Lehrgeld zahlen müssen (oder – aus späterer Betrachtung – dürfen). Nicht wenige Konzerte haben wir zur Pause verlassen, weil die Musik für uns „unhörbar“ war. Jahre später war diese Musik nicht nur „hörbar“, sondern höchst interessant. Zwei Beispiele dazu: Ein Auftritt von Miles Davis in der Wiener Stadthalle und einer von Carla Bley im Wiener Konzerthaus…Das Sammeln von CDs (mehrere hundert Scheiben) hat sich verlangsamt, ebenso die Konzertbesucher vermindert. Mit ein Grund dafür, dass sich meiner Meinung nach momentan im Jazz ein Stillstand eingetreten ist, sich schon einige Jahre nichts Neues entwickelt.Klar, dass sich in meinem Archiv auch eine kleine, aber feine Jazz-Literatursammlung befindet…Möglicherweise zählt Österreich und auch Wien zu den Jazz-Hochburgen Europas. Es gibt nicht nur die großen, mehrwöchigen Events in Salzburg und Wien und viele lokale, mehrtägige Jazz-Festivals im ganzen Bundesgebiet, sondern auch – speziell in Wien – viele Lokale, in denen Jazz gespielt wird. Eine kleine Auswahl:Reigen,Porgy & Bess, Jazzland.Darüber hinaus gibt es – regelmäßig oder unregelmäßig – selbst in Kaffeehäusern (etwa das „Goldengel“ in Wien-Landstraße) oder in Vorstadt-Wirthäusern durchaus interessante Jazz-Abende oder Jazz-Frühschoppen!Wer sich über Jazz informieren möchte, dem seien die Vorträge an den Wiener Volkshochschulen meines Freundes Peter Brunner empfohlen. Er vermittelt fundiertes Wissen über die einzelnen Jazz-Epochen – selbstverständlich auch akustisch.Höchst empfehlenswert ist auch aus vier DVDs bestehende Serie „Jazz – A Film by Ken Burns“ (ARD-Video).

Der Titel?Walter Richard Langer's legänderer Abspann seiner Sendungen!

Oft werde ich nach meinen Lieblingsmusikern gefragt. Hier eine kleine Auswahl:Lester Bowie, John Coltrane, Carlie Parker, Miles Davis (Foto oben), Carla Bley, Barbara Thompson (Foto links) United Jazz & Rock Ensemble, Dizzy Gillespie, The Leaders, Karlheinz Miklin (Foto links), Vienna Art Orchestra, Wolfgang Puschnig, Upper Austrian Jazz Orchestra...


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